DER GESCHMACK VON TRUMER PRÄGTE BEREITS VIELE
GENERATIONEN VON BIERLIEBHABERN. DAMIT DAS AUCH IN
ZUKUNFT SO BLEIBT, DENKEN WIR HEUTE SCHON
AN MORGEN.
2025 haben wir mit mehreren großen Bauprojekten maßgeblich in die Zukunftstauglichkeit investiert. Mit einer neuen Verladestraße in Holzbauweise, der Erweiterung unserer Lagertankkapazitäten um vier Tanks sowie einer neuen Fassabfüllung wurde die Brauerei technisch modernisiert und architektonisch weiterentwickelt. Die zusätzlichen Tanks schaffen mehr Raum für Reifezeit im Sinne unserer „Slow Brewing“-Philosophie. Eine neue Automatisierungsanlage für Mehrweg-6er-Träger unterstützt zudem die Umstellung
auf 100 % Mehrweg und sorgt für effiziente Abläufe.
Der Zubau der Verladehalle entstand als reiner Holzbau mit Holz aus dem eigenen Wald. Bestehende Flächen wurden genutzt, um zusätzliche Bodenversiegelung zu vermeiden. Ein neu angelegter Hopfengarten und heimische Wiesenblumen fördern
die Biodiversität am Standort. Mit diesen Maßnahmen setzen wir ein klares Zeichen für nachhaltiges Wachstum, regionale Wertschöpfung
und kompromisslose Qualität.
Gemeinsam mit drei Flachgauer Bio-Bauern und der HBLA-Ursprung lassen wir historische Brau-Gerstensorten auf Salzburgs Feldern wieder aufleben. Die Zusammenarbeit stärkt nicht nur die regionale Landwirtschaft durch neue Anbaupartnerschaften, sondern schafft auch die Grundlage für eine neue Biersorte, die den authentisch ursprünglichen Geschmack des Salzburger Flachgaus in sich trägt.
Was als Maturaprojekt der HBLA-Ursprung mit nur 1.000 Saatkörnern auf wenigen Quadratmetern begann, hat sich nach intensiver Forschung und jahrelanger Vermehrung nun zu einem wegweisenden landwirtschaftlichen Projekt entwickelt. Nach dem erfolgreichen Aufruf im Mai 2024 hat die TRUMER Privatbrauerei eine Arbeitsgemeinschaft mit drei engagierten Flachgauer Bio-Bauern – Bernhard Mösl aus Seekirchen, dem Knollederbauer am Haunsberg/Obertrum und dem Hof der alten Sorten in Anthering – sowie der HBLA-Ursprung gegründet. Diese Partnerschaft widmet sich intensiv der Rekultivierung und dem Wiederanbau alter Getreidesorten.
Aus 1.000 gefrorenen Körnern vom Sortenamt Linz aus den Jahren 1910 bis 1940 konnten die Schüler der HBLA in ihrem mehrjährigen Maturaprojekt eine Tonne ausbringbares Saatgut gewinnen. Damit können die Partner der Arge in diesem Jahr erstmals auf ihren Flächen die alte Gerstensorten „Isaria Nova“ und „Union“ im größeren Maßstab anbauen.
Mit der ersten Ernte soll Anfang 2026 ein limitiertes Spezialbier gebraut werden. Zukünftiges Ziel sollen langfristige Bio Braugerste-Abnahmeverträge mit den Landwirten der Region sein.
Unsere Photovoltaikanlage, die 2020 installiert und 2022 auf 650 kWp erweitert wurde, deckt bis zu 80 % unseres Eigenstrombedarfs durch Sonnenenergie ab.
Damit versorgen wir nicht nur unsere Produktion und Verwaltung am Standort in Obertrum, sondern auch den PKW-Fuhrpark, der bereits seit 2024 komplett auf Elektrofahrzeuge umgestellt wurde. Im Herbst 2024 haben wir zusätzlich unseren ersten Elektro-LKW in Betrieb genommen, der Bierlieferungen im Stadtgebiet Salzburg übernimmt – ebenfalls angetrieben durch unseren eigenen Sonnenstrom.
Bereits 6 von 10 Bieren, die in Österreich getrunken werden, stammen von internationalen Großkonzernen. Die heimische Biervielfalt bleibt dabei auf der Strecke. „Unabhängige Privatbrauereien Österreichs“ ist eine Initiative, die wir im September 2021 gemeinsam mit neun anderen gleichgesinnten Brauereien gegründet haben. Erklärtes Ziel ist es, Transparenz für Biergenießer:innen zu schaffen, damit diese bewusst und informiert entscheiden können. Mittlerweile umfasst die Vereinigung 43 österreichische Privatbrauereien, die das Siegel „100 % unabhängig“ tragen. Dieses Siegel zeichnet Biere aus, die ausschließlich von österreichischen Privatbrauereien stammen, die ohne Rücksicht auf globale Markenstrategien ihre regionalen und individuellen Brautraditionen pflegen können.
Seit 2016 lassen wir uns gemeinwohl-bilanzieren.
Dazu gehören unter anderem umfangreiche
Prüfungen der ökologischen Nachhaltigkeit,
der sozialen Gerechtigkeit und Transparenz.
Die Gemeinwohl-Bilanzierung bestätigt
unsere Überzeugung für verantwortungs-
bewusstes Handeln und stärkt uns in
unserem Generationendenken.
Das Brauen mit Zeit ist die gelebte Philosophie von Slow Brewing. Slow Brewer bekennen sich zu einer langsamen Gärung und schonenden Reifung – denn neben der Verwendung reinster natürlicher Rohstoffe ist es vor allem der Faktor Zeit, der für den herausragenden Geschmack von Slow Bieren sorgt.
Diesem Prinzip haben wir uns zur Gänze verschrieben. Und wurden darum 2012 auch als erste österreichische Brauerei mit dem Slow-Brewing-Gütesiegel ausgezeichnet. Dabei zählen neben höchster Bierqualität auch unternehmerische Verantwortung und ethische Grundwerte. Slow Brewing gilt als härtestes Gütesiegel für Bier. Unser Bier und die Brauerei werden in regelmäßigen Abständen vom Slow-Brewing-Institut nach strengen Kriterien überprüft und bewertet. Und ist damit eine von 26 ausgezeichneten Brauereien in Österreich, Deutschland, Italien und der Schweiz.
Wir sind stolz darauf, Teil der CulturBrauer-Vereinigung zu sein – einem Zusammenschluss aus acht erfolgreichen österreichischen Familien- und Traditionsbrauereien, mitinitiiert von Josef Sigl VII. Als CulturBrauer leben wir eine Kultur, die über das Brauen von einzigartig guten Bieren hinausgeht. Eine Kultur voller Bewusstsein und Engagement für unsere Regionen,
die Natur und die Menschen, die darin leben.
2017 haben wir CulturBrauer etwas zu Wege
gebracht, das zuvor noch niemand gewagt
hatte: Acht Brauereien produzierten
gemeinsam ein Bier – das Austrian
Lager. Zusammen wählten wir Rohstoffe
und Rezeptur. Das Ergebnis ist eine
Verneigung vor der österreichischen
Brautradition.